Verlässliche Beförderung von Gruppen im HATIX
26. Juni 2026: In der gestrigen Ratssitzung wurde mitgeteilt, dass aufgrund unseres Antrages für Montag ein Termin mit allen Beteiligten anberaumt ist.
Die Gruppe der einbezogenen Personen reicht vom Landrat über die die beteiligten Verkehrsbetriebe bis hin zu den Vertreterinnen und Vertretern der Unterkünfte aus unseren Orten.
16. Juni 2026: Unser Antrag wurde gestern im Bauausschuss diskutiert und weitgehend angenommen:
Eine Arbeitsgruppe wird sich mit dem Kreis und den Anbietern zusammensetzen.
Wir beantragen eine verlässliche Beförderung von Gruppen im System HATIX.
Begründung:
Die Stadt Braunlage ist ein zentraler touristischer Standort im Harz und profitiert in erheblichem Umfang vom Gruppentourismus, insbesondere durch Schulklassen.
Gruppen leisten durch den Gästebeitrag einen regulären Beitrag zum HATIX-System, können den ÖPNV jedoch aktuell nur eingeschränkt oder gar nicht nutzen. Während die KVG eine Anmeldung mit drei Tagen Vorlauf verlangt, lehnt der VSN eine planbare Gruppenbeförderung grundsätzlich ab. Ein weiteres Problem ist die Mitnahme von Gepäckstücken in den Bussen. Diese Rahmenbedingungen führt zu Planungsunsicherheit, Programmausfällen und wirtschaftlichen Risiken.
Betroffen sind, allein bei vier Betreibern im Stadtgebiet von Braunlage (erlebnistage Harz, Haus Berlin, das Harzheim der Gaußschule und das Hüttendorf Oderbrück), jährlich rund 510 Gruppen (mit einer durchschnittlichen Größe von 24 Personen, überwiegend Schulklassen). Für alle touristischen Betriebe in Stadtgebiet Braunlage dürfte die Anzahl der betroffenen Gruppen signifikant höher sein.
Für touristische Anbieter stellt die verlässliche Mobilität einen kritischen Erfolgsfaktor dar. Die derzeitige Situation benachteiligt Gruppen systematisch, schwächt die Wettbewerbsfähigkeit Braunlages als Destination und widerspricht nachhaltiger Mobilität.
Eine praktikable Lösung stärkt Tourismus, Fairness und klimafreundliche Mobilität gleichermaßen.
Der Antrag zielt darauf ab, gemeinsam mit den Verkehrsverbünden eine realistische, umsetzbare und zukunftsfähige Lösung zu entwickeln.
Beschlussvorschlag
Der Rat der Stadt Braunlage beschließt,
die Verwaltung zu beauftragen, gemeinsam mit KVG und VSN eine verbindliche Lösung für die Beförderung von Gruppen im Rahmen des HATIX zu entwickeln.
Ziel ist die Gleichstellung von Gruppen mit Individualgästen. Hierzu soll insbesondere ein digitales Anmeldesystem (bis 24 Stunden vor Fahrt) sowie eine Beförderung außerhalb der Schülerverkehrszeiten sichergestellt werden.
Die Verwaltung berichtet dem Bauausschuss innerhalb von 3 Monaten über Ergebnisse und Umsetzung.
Potentiale im Oberharzer ÖPNV
28.02.22

Unter diesem Motto standen schon die letzten beiden Fraktionssitzungen. Nun haben wir uns in einer Sondersitzung mit Simone Stolzenbach und Jörg Kühnhold getroffen, um einen „Fahrplan“ zur Verbesserung der Situation zu erstellen.
Unter diesem Motto standen zwei unserer letzten Fraktionssitzungen. Simone Stolzenbach, Regionalreferentin des Wahlkreisbüros von Karoline Otte (MdB Grüne) informierte sich persönlich und wird die gesammelten Eindrücke mit nach Berlin nehmen. Karoline Otte ist u.a. Obfrau im Ausschuss für Tourismus in Berlin und hier gehört das Thema auf jeden Fall hin.
Als Gastreferent durften wir Jörg Kühnhold, einen regionalen Fachmann auf diesem Gebiet, begrüßen. Er informierte uns sehr ausführlich über die Ist-Situation im gesamten Oberharz. Braunlage mit den beiden Ortsteilen Hohegeiß und St. Andreasberg liegt leider geografisch jeweils an den Randbereichen von 4 ÖPNV-Organisationen. Hinzu kommt, dass Braunlage und St. Andreasberg von dem Zweckverband/Regionalverband Großraum Braunschweig versorgt werden, Hohegeiß dagegen seit einigen Jahren vom Verkehrsverbund Südniedersachsen mit Sitz in Göttingen.
Die Tarife unterscheiden sich aktuell je nach Strecke, es gibt keine Kennzeichnung für benachbarte Linien, die Darstellung erfolgt über unterschiedlichste Internetseiten bzw. Apps, usw. usw.
Der Übersichtsplan der Linien des kostenlosen Urlauberticket HATIX zeigt ein großes Netz an Möglichkeiten. Auf den ersten Blick sieht es nach unbeschwertem Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus, doch bei näherer Betrachtung sind ganz wesentliche Optimierungspunkte zu erkennen.
Hier möchten wir in Zukunft zur Stärkung des ÖPNV im Harz unseren Beitrag leisten. Der erste Schritt ist getan, die nächsten sind in Vorbereitung.